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Trotz Pandemie: Das Unfallrisiko am Arbeitsplatz steigt

Trotz Pandemie: Das Unfallrisiko am Arbeitsplatz steigt


Jedes Jahr werden den gesetzlichen Unfallversicherungen tausende Arbeits- und Wegeunfälle gemeldet. Mit Blick auf die Statistik der vergangenen zwei Jahre wird deutlich: Die Covid-Pandemie hat sich erheblich auf die Entwicklung der Fallzahlen ausgewirkt. So blieb die Zahl der registrierten Arbeitsunfälle in den Pandemie-Jahren 2020 und 2021 deutlich unter dem Niveau der Vorjahre. Demnach haben die Unfallversicherungen der gewerblichen Wirtschaft und des öffentlichen Dienstes im Jahr 2021 mehr als 806.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle registriert, die entweder eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen oder gar den Tod des Verunfallten verursachten. Damit liegen die Fallzahlen rund 6 % über jenen des Jahres 2020. Anders sieht es bei der Anzahl der schweren Arbeitsunfälle aus, bei welchen entweder eine Rente oder ein Sterbegeld gezahlt wurde: Zwar stieg die Zahl der tödlichen Unfälle. Mit insgesamt rund 12.000 schweren Arbeitsunfällen im Jahr 2021 liegt die Zahl der Statistik allerdings etwa 7,6 % unter jenen des Vorjahres.

Unfallrisiko steigt: Verwaltung besonders betroffen – auch bei der Anzahl tödlicher Unfälle

Unterm Strich lässt sich festhalten, dass das Unfallrisiko 2021 tendenziell zugenommen hat. Demnach erleiden unter 1.000 Vollbeschäftigen statistisch betrachtet knapp 23 einen meldepflichtigen Arbeitsunfall. Eine besonders starke Zunahme ist dabei im Bereich der anerkannten Berufskrankheiten zu verzeichnen – kaum verwunderlich, kommt doch auch hier die Auswirkung der Pandemie zum Tragen. Und auch der Branchenvergleich zeigt deutliche Unterschiede. 

So fanden die meisten Arbeitsunfälle in Unternehmen der Holz- und Metallverarbeitung statt: Stolze 133.000 solcher Unfälle wurden der Berufsgenossenschaft gemeldet. Die größte Zunahme im Vorjahresvergleich registrierte hingegen die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG), zu welcher nicht nur der Finanzsektor, sondern unter anderem auch die Bereiche Medien und Werbung, Information und Kommunikation sowie Forschung und Bildung gehören. Hier wurden auch die mit Abstand meisten tödlichen Arbeitsunfälle gemeldet: Mit 148 lag die Fallzahl fast 56% über jener des Vorjahres.

Statistik unterstreicht die Bedeutung des Arbeitsschutzes

Doch Vorsicht: Grundsätzlich müssen Arbeitsunfallstatistiken mit Weitblick gelesen und verstanden werden. So machen nicht nur die durch die Corona-Pandemie beeinflussten Rahmenbedingungen, sondern auch zahlreiche gesetzliche Änderungen die statistischen Erhebungen der vergangenen Jahre eingeschränkt vergleichbar. Auch bleibt zu berücksichtigen, dass viele Unfälle gar nicht gemeldet werden und sich Beinahe-Unfälle der statistischen Erfassung entziehen. Dennoch: Die Statistik unterstreicht eindrucksvoll die herausragende Bedeutung des Arbeitsschutzes. 

Zwar bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklungen insbesondere durch die weitere Verlagerung ins Home-Office mittelfristig auf die Unfallstatistik auswirken wird, doch sollten Unternehmensverantwortliche dabei nicht untätig zusehen. Schließlich erstrecken sich die gesetzlichen Anforderungen zum Schutz von Leben und Gesundheit der Arbeitnehmenden nicht nur auf das direkte betriebliche Umfeld. Neben eine umfassenden Risikoanalyse, welche auch veränderte Rahmenbedingungen berücksichtigt, sowie der Planung und Umsetzung geeigneter organisatorischer und technischer Schutzmaßnahmen ist vor allem die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden ausschlaggebend. Nur so lässt sich das Arbeitsumfeld – ganz gleich ob im Betrieb oder im Home-Office – so sicher wie nur möglich gestalten und das Unfallrisiko am Arbeitsplatz aktiv minimieren.


Quellen:

https://www.dguv.de/de/zahlen-fakten/au-wu-geschehen/index.jsp

https://www.haufe.de/sozialwesen/leistungen-sozialversicherung/arbeitsunfaelle-statistik_242_503074.html

https://www.dguv.de/de/zahlen-fakten/au-wu-geschehen/toedliche-au/index.jsp

https://www.dguv.de/de/zahlen-fakten/au-wu-geschehen/arbeitsunfaelle/index.jsp

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