Corporate Social Responsibility: Zwischen Selbstverständnis und Greenwashing

Corporate Social Responsibility: Zwischen Selbstverständnis und Greenwashing

Nachhaltigkeit liegt voll im Trend: Was früher noch als Öko verschrien war, gehört heute längst zum Zeitgeist und schlägt sich auch in der Erwartungshaltung von Kunden, Mitarbeitenden und Geschäftspartnern nieder. Diese Erwartung spiegelt sich auch in der sogenannten Corporate Social Responsibility, kurz CSR, wider. Sie beschreibt dabei die soziale Verantwortung eines Unternehmens, welche über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus geht. Unternehmen leisten dabei auf freiwilliger Basis einen zusätzlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Diese bezieht sich nicht nur auf die eigentliche Geschäftstätigkeit und das Marktumfeld, sondern auch auf die Arbeitsplatzgestaltung, die Umwelt und die Interessen anderer Stakeholder. Ein Zeiten fortschreitender Globalisierung und immer komplexerer Wertschöpfungsketten, aber auch aufgrund des wachsenden gesellschaftlichen Bewusstseins für Aspekte der Nachhaltigkeit hat CSR in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen und sollte darum im Eigeninteresse eines jeden Unternehmens stehen.

Eine Herausforderung für das Supply Chain Management

Besonders Branchen, deren Wertschöpfungsketten sich auch in Entwicklungs- und Schwellenländer erstrecken, in welchen die soziale Verantwortung von Unternehmen nur eine nachgelagerte Rolle spielt, wird ein umfassendes CSR Management zu einer großen Herausforderungen. Was geschehen kann, wenn CSR kein fester Bestandteil des Supply-Chain-Managements ist, zeigen Vorfälle aus der Textilindustrie, bei welchen mangelnde Arbeitsschutz- und Brandschutzmaßnahmen in Fertigungsanlagen immer wieder Tote und Verletzte fordern. Gleiches gilt für den Energiesektor oder die Lebensmittelindustrie. Besorgniserregender Popularität erfreut sich in diesem Zusammenhang das sogenannte Greenwashing: Durch gezielte Beschönigung, Verschleierung oder gar Fehlinformation soll Verbrauchern dabei die vermeintliche Nachhaltigkeit der eigenen Wertschöpfungskette suggeriert werden. Die Grundsätze des CSR werden so als perfide Marketing-Masche missbraucht. Im Fokus stehen dabei jedoch vor allem ökonomische Ziele, denn wer das eigene Image in ein grünes Licht rücken kann, vermag am Markt tendenziell höhere Preise zu erzielen. Grüne Produkte verkaufen sich gut – und teuer.

Mit vereinten Kräfte Großes bewirken: CSR als Teil des Selbstverständnisses

Umso wichtiger ist es darum, CSR nicht als Marketingtool zu verstehen, sondern seine Relevanz auf sämtlichen Unternehmensebenen zu verdeutlichen und als Teil des unternehmerischen Selbstverständnisses zu interpretieren. Damit wird CSR zur strategischen Aufgabe, deren Umsetzung alle Führungskräfte und Mitarbeitenden eines Unternehmens fordert. Ein professionelles E-Learning zum Thema CSR und seinen unternehmerischen Implikationen kann die Akzeptanz der eigenen Belegschaft erhöhen und wertvolle Impulse für die Umsetzung der CSR-Strategie Ihres Unternehmens liefern. Security-Island bietet mit dem E-Learning „Corporate Social Responsibility“ eine integrierte Schulungslösung, welche sich unternehmensweit, auch in mehreren Sprachen, effizient umsetzen lässt.

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